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An
den nächsten Tagen standen Zeichenübungen am Amphorenfeld
an: Jeder Teilnehmer hatte zwei Felder zu messen und zeichnen. Dann
folgten Positionsbestimmung sowie Messübungen: Zunächst die
Offsetmessung, bei der von einer Grundlinie aus im rechten Winkel
Messpunkte erfasst werden, danach die Trilateration (der
Dreipunktmessung, bei der jeweils von zwei festen Basis-Messpunkten von
der Grundlinie aus an Messpunkten gemessen wird). Zum Schluß widmeten
wir uns wieder der Dokumentation der Uluburun III. Weitere Tauchgänge
machten wir an echten Fundstellen (mit den markanten
„Archäologennummern und -buchstaben“) mit riesigen Pithoi (großen
Vorratsamphoren), Scherbenresten, Mühlsteinen – Gegenständen, die
absichtlich oder unabsichtlich ins Wasser gelangten. Zum Ende folgten
Tauchgängen an besonderen Spots wie Höhlen, einem Canyon, einem
Flugzeug und neuzeitlichen Schiffswracks. Bei einem Tauchgang
veränderte sich das spätherbstliche Wetter so eindrucksvoll, dass wir
ahnten, wie bedrohlich sich Wetterveränderungen auf Seeleute ausgewirkt
haben müssen: Die spitzen Felsen an den Inseln waren nicht mehr zu
erkennen. Eindringlich auch diese Situation: An
einem beliebten Tauchspot sahen wir „Rudeltauchen“ über dem Denkmal,
einem Amphorenfeld, darunter etliche schlecht tariert und unachtsam.
Uns wurde bewusst, wie wichtig ein guter Weg für das Miteinander von
Tourismus und Denkmalschutzanspruch ist. Und das es gut ist, dass es
solche Projekte von der SAD wie den Young Arkeopark gibt. Denn das Kaş
als kleiner Badeort touristisch wächst, ist absehbar, auch ohne
Sandstrände. Derzeit wird eine Marina für große Schiffe angelegt, das
antike Theater für Veranstaltungen ausgebaut. So ist es nur noch eine
Frage der Zeit. Aber das SAD-Team von Güzden Varinlioğlu ist gut
aufgestellt, wir wünschen dem ihnen weiterhin viel Erfolg!
Gut organisiert waren auch die Tauchgänge bei Mavi Diving Kas von Hanne
und Burak, die uns optimal betreuten. Während der Kurswoche hatten wir
mit der „Berkay“ ein eigenes Schiff. Es ist kein Tauchboot, war aber
für uns optimal – mit Tee nach dem Tauchen und der ortsansässigen
Sheren als Tauchguide. Insgesamt haben wir eine arbeitsreiche und
interessante Woche erlebt und etwas in die Welt der
Unterwasserarchäologen hineintauchen dürfen.
Zum
Videoclip:
Fotos: Naemi Reymann,
Michaela Reinfeld und Daniel Reymann Musik: Burak Gültekin,
Mavi Diving Kas Danke an Willi Franken für seine Unterstützung
beim Optimieren des Films! Buchempfehlung
„Denkmalgerechtes Tauchen, Unterwasserarchäologie, Wracktauchen“,
Herausgeber: Mainberger, Knepel, Eisenmann, Maack, erschienen 2007 bei
Delius Klasing. Das Buch ist leider im Handel vergriffen. Restbestände
können aber über die DEGUWA, bzw. Gerd Knepel (knepel(at)deguwa.org)
noch bezogen werden. Internetlinks
Deutsche Gesellschaft zur Förderung der
Unterwasserarchäologie (DEGUWA) www.deguwa.org
Nautical Archaeology Society (NAS)
www.nasportsmouth.org.uk SAD
www.sad.org.tr 360 º Research Group www.360derece.info/deutsch/home.htm
Webseite zur Sonderausstellung „Das Schiff von Uluburun. Welthandel vor
3.000 Jahren“ im Deutschen Bergbaumuseum Bochum
www.uluburun.de Mavi Diving Kas
www.mavidiving.com Hotel Linda
Kas
www.kaslindahotel.com
Fotonachweis Naemi beim
Zeichnen: Michaela Reinfeld (Panasonic DMC-TZ 4)
Panoramabilder (erstellt mit AutoStitch): Daniel Reymann (Leica C Lux 2)
Alle weiteren: Naemi Reymann Panasonic DMC-TZ
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