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Tipps beim Umgang mit dem Atemregler und Verhalten bei Vereisung
Ein Ausfall des Atemreglers ist unter Wasser immer mit einer gewissen Stresssituation verbunden. Je nachdem, wie viele weitere Stressoren (Kälte, Dunkelheit, schlechte Sicht, falsches Verhalten des Tauchpartners) hinzukommen, ist die Wahrscheinlichkeit, einen Tauchunfall zu erleiden, sehr groß. Deshalb sollten wir uns der Pflege des Atemreglers mit besonderer Sorgfalt widmen.
Nach dem Tauchgang, wenn der Atemregler vom Flaschenventil geschraubt wird, sollte der Hochdruck-Eingang direkt mit einer trockenen und sauberen Schutzkappe verschlossen werden, um ihn vor Schmutz und Wasser zu schützen Auf keinen Fall den Hochdruck-Eingang mit Druckluft ausblasen, weil dadurch Wasser oder Schmutz in den Automaten hineingedrückt wird oder den Sinterfilter verstopft. Beim Spülen der 1. Stufe den Hochdruckeingang fest mit dem Daumen verschließen.
Beim Spülen der 2. Stufe darf man nicht die Luftdusche betätigen, weil so Wasser über den Mitteldruckschlauch in die 1. Stufe eindringen kann. Bereits einzelne Tropfen können dort beim nächsten Tauchgang zur inneren Vereisung führen.
Wasser kann auch über die Ausatemmembran in die 2. Stufe eindringen. Um dieses zu verhindern, immer zuerst das Mundstück eintauchen, danach die 2. Stufe ganz fluten. Beim Eintauchen nicht schnell die 2. Stufe hin und herschwenken, da so die Ausatemmembran umklappen kann.
Wasser im Atemregler bedingt Korrosion. Zusätzlich können sich Kalk oder andere Verunreinigungen auf der Dichtungen, Membran bzw. Kolben der 1.Stufe absetzen. Die Folge: Beim späteren Einsatz schließt die 1.Stufe zu spät, der Mitteldruck steigt, die 2.Stufe bläst ab.
Bei der Reinigung von Atemreglern, Ventilen und Instrumenten hohen Wasserdruck vermeiden an. Es können Verschmutzungen zwischen O-Ringe und Metallteile gepresst werden und Undichtigkeiten hervorrufen.
Atemregler im Schatten trocknen lassen und beim Lagern nicht die Schläuche knicken.
Sollte keine saubere Spülmöglichkeit vorhanden sein, Regler feucht bis zum nächsten Tauchgang verpacken. Zur Intensivpflege, z.B. nach einem Salzwasser-Urlaub, angetrocknete Tauchausrüstung an eine Tauchflasche anschließen, über Nacht in Süßwasser einweichen und anschließend spülen. Warmes Wasser ist effektiver als kaltes Wasser. Danach durch Druck auf die Luftdusche den Innenraum trocknen.
Nicht nur aus Gewährleistungsgründen, sondern auch um sicher zu stellen, dass weder Pilze, Bakterien noch sonstige Ablagerungen einen Atemregler langfristig als ihren neuen Lebensraum erobern, empfiehlt es sich, die vom Hersteller angegebenen Revisionsintervalle einzuhalten. Bei der Revision werden die Bauteile im Ultraschallbad gereinigt, defekte Teile werden ausgetauscht und der Regler wird neu eingestellt.
Harry bietet in seinem Shop www.tauchguide.net fachgerechte Revisionen an.
Sollte doch mal die 2.Stufe wegen Vereisung abblasen, solltet Ihr so cool bleiben wie Rainer und Klaus letzten Winter im Blausteinsee.
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