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Tauchen in Mosambik mit Besuch des Krüger-Nationalpark's
Ein Reisebericht von |
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Walhaie - Immer wieder hörten wir die Sache mit der Walhaigarantie für Mosambik. Hinzu wurde von einer Putzerstation für viele und riesige Mantas berichtet. Auch der Hinweis auf dort vorhanden Harlequin-Shrimps wirkte auf uns wie ein Magnet. Somit stand fest - das wollten wir sehen. (Bilder zur Vergrößerung anklicken) Aufgrund positiver Berichte hatten wir uns die Basis in Tofo, mit der dortigen Lodge Casa Barry, als Endziel ausgesucht. Bei den unterschiedlichen Reiseveranstaltern werden Anreisen mit der SAA und anderen Fluggesellschaften angeboten. Es geht jeweils über Johannesburg. Von dort aus gibt es 2 Möglichkeiten nach Tofo zu kommen. Entweder geht es mit einem Kleinbus und einer Zwischen-Übernachtung über Land (ca. 1200 Km) oder mit einem Flug nach Inhambane und von dort aus zum Endziel (ca. 1 Std. Fahrtzeit). Wir entschieden uns für Emirates - Düsseldorf - Dubai - Johannesburg und weiter mit dem Kleinbus nach Tofo. Dies war nicht nur die preiswerteste Lösung, sondern es gibt für Taucher bei Emirates auch generell zusätzlich 10 Kilo Freigepäck. Da nimmt man schon mal gerne den ca. 4-stündigen Zwischenaufenthalt in Dubai in Kauf. Zusätzlich vermittelt eine längere Fahrt über Land die ersten Eindrücke der besuchten Region. |
Unsere Anreise |
Düsseldorf - Dubai - Johannesburg - Tofo |
Die Lodge und die Tauchbasis |
Die Lodge liegt direkt am Strand von Tofo auf einer Anhöhe. Von der Basis zur Lodge benötigten wir noch ca. 5 Autominuten. Von der Größe der einzelnen Bungalows waren wir doch überrascht. In einheimischen Stil erbaut, das Dach mit Palmwedeln gedeckt, 2 Schlafräumen, Dusche/WC, einem großen Vorraum mit kompletter Kücheneinrichtung und großer Terrasse wirkte es sehr gemütlich. Roy holte uns nach ca. 1 Stunde wieder ab und es ging zur Tauchbasis. Am Strand entlang ist die Basis auch in ca. 15 Min. Fußmarsch erreichbar. Die Tauchbasis selbst ist ein gesondertes Unternehmen, bei dem die Tour-Unternehmen einzelnen Leistungen reservieren und mieten können, sei es die Flaschen mit regelmäßiger Füllung, Boote, Guides oder einen Raum für die Tauchausrüstung der Gäste. Mieten kann man ansonsten alle Teile einer Tauchausrüstung, außer Tauchcomputer oder Kameras. Alle Ausrüstungsgegenstände machten einen gepflegten Eindruck. Lediglich das Wasser für die Spülung der Ausrüstung nach dem Tauchen wurde nicht, oder nur auf Anmahnung gewechselt. 12-Liter-Alu-Flaschen werden in der Regel eingesetzt. Auf Wunsch stehen auch 10-Liter-Stahl-Flaschen in begrenzter Zahl zur Verfügung. Nitrox ist ebenfalls erhältlich. Es dient aber nicht zur Verlängerung des Tauchgangs, da nur in Bootsgruppen getaucht wird und der Aufstieg immer gemeinsam erfolgt. Es gibt eine kleine Bar für Getränke und eine Küche für den Imbiss zwischendurch oder danach. Hinter der Basis liegt eine große Terrasse mit Blick auf das Meer Ein solides Frühstück, was im Reisepreis inbegriffen war, wurde uns an unterschiedlichen Orten serviert. Zum Abendessen empfahl Roy der Gruppe jeweils eine andere Gaststätte in Tofo, was wir gerne annahmen und wohin er uns auch per Minibus fuhr. Alle boten eine angenehme Atmosphäre, das Essen war schmackhaft, reichlich und von einwandfreier Qualität. Hinzu kam, dass es in Tofo und auch generell in Mosambik für uns sehr preiswert ist. Ein Abendessen mit einer Flasche Bier kostete umgerechnet 10 Euro, so dass die Nebenkosten der Reise sehr gering waren. |
Bootswasserung der besonderen Art |
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Zur Verfügung stehen 4 große und stabile Schlauchboote mit festem Holzboden. Der Antrieb erfolgt über 2 x 80 PS Außenborder. Morgens und je nach Bedarf werden die benötigten Boote per Jeep mit dem Trailer ans Wasser gefahren. Dann erfolgt die Wasserlassung nach hauseigener Methode. Es wird die Befestigung auf dem Trailer gelöst und mit schnellem Rückwärtsfahren und einer Vollbremsung rutscht das Boot ans Wasser oder besser mehr auf den Strand. Nach der Zuteilung von Guides und einem ausführlichen Briefing geht es dann an den Strand und zum Boot. Das Boot wurde zwischenzeitlich von Helfern mit den in der Basis selbst vorbereiteten Ausrüstung beladen. Die See ist in der Regel sehr rau und die Wellenhöhe betrug bei uns bis ca. 2 Meter. Nun muss das Boot ins Wasser und dazu bedarf es eines ungewöhnlichen Kraftaktes. Die Taucher, die Guides und einige Helfer drücken das Boot erst mal mit dem Bug in Richtung Meer. Dann heißt es auf die nächste Welle warten und schieben. Nach mehren Anläufen schwimmt das Boot. Die Teilnehmer schwingen sich hinein, die Motoren werden angelassen und die Füße in Schlaufen gesteckt, die fest am Bootsboden befestigt sind. Für den Bootsführer gibt es ab diesem Zeitpunkt nur noch eine Gashebelstellung für die Motore und diese ist bis zum Anschlag nach vorne. So brettert man dann zum Tauchplatz. Die Fahrtzeit beträgt je nach Tauchplatz zwischen 30 und 45 Minuten.. |
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Wendung des Bootes in Richtung Meer |
Hineinschieben mit externen Helfern |
Vollgas in Richtung Tauchplatz |
Der jeweilige Tauchplatz wird mit GPS Ortung angefahren und bei Erreichen der gewünschten Position der Antrieb des Bootes vorerst ausgeschaltet. Dann heißt es: Fertig machen zum Tauchgang - Das Blei wird von den Guides verteilt, die Geräte werden angelegt, Flossen angezogen, ein Luft- und Partnerchecks, eventuell mitgeführte Kameras fest in die Hand genommen oder an der Ausrüstung befestigen und es geht mit GPS exakt über den gewünschten Riffplatz. Das Abtauchen erfolgt generell nach dem System - Negativ Entree - mit der gesamten Gruppe. In der Praxis heißt das: Unmittelbar nach dem Befehl - dive - wird mit Rückwärtsrolle das Boot verlassen und ohne Verzögerung abgetaucht. Dies ist zwingend erforderlich, da sonst bei einer Oberflächenströmung die Gruppe auseinander getrieben würde. Es mag auch der Grund dafür sein, dass von den Veranstaltern eine gewisse Taucherfahrung gewünscht wird. Wir hatten in unserer Gruppe ein junges Paar mit weniger Erfahrung, welches dieses Problem ohne Vorbehalt meisterte. |
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Und bereits bei Abtauchen zeigten sich die ersten Mantas. Wir schwebten langsam tiefer und zur Riffoberkante. In Hintergrund sahen wir weitere Bewegungen und langsam schwammen wir darauf zu. Wir verharrten an geeigneter Stelle und so konnten wir weitere und große Kreise drehende Mantas beobachten, die sich von kleineren Riffbewohnern putzen ließen. Das Maul war dabei weit geöffnet und die Forderflossen ausgerollt. Auch über uns kreisten beeindruckend große Exemplare, teils von Schiffshaltern begleitet. |
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WMV - Film - 3,04 MB Titel: Mantas in Mosambik. Zur Wiedergabe Sound einschalten und obiges Bild anklicken. |
Leider ging die Grundzeit immer wieder zu schnell zu Ende, da grundsätzlich in der Nullzeit getaucht wird. So liegt die Länge eines Tauchganges um die 40 Minuten. Beim Auftauchen und den Sicherheitsstops geht der Blick immer wieder nach unten auf die Putzerstation, in der die Mantas ihre Kreise ziehen. |
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Schnecke, Hexabranchus sanguineus |
Krokodilfisch, Cymbacephalus beauforti |
Frogfish, Antennarius sp. |
Die Walhai-Safari |
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Nach Vorankündigung gibt es die so genannte Walhai-Safari, wozu das Treffen auf diese Spezies zu 99,9 % zugesichert wird. Das Boot wird entsprechend vorbereitet, das heißt, es wird ein Hochsitz montiert. Nach der üblichen Einstiegsprozedur geht es danach mit gemäßigtem Zick-Zack-Kurs in die gleiche Richtung, in der auch die Tauchplätze liegen. Spätestens nach einer 1/4 Stunde sahen wir ein anderes Boot, das vor einem Walhai kreiste. Viele Personen waren bereits im Wasser und paddelten wie wild hinter dem Walhai her. Wir haben es vorgezogen schnellsten diesen Bereich wieder zu verlassen und uns einen anderen Walhai zu suchen. Kurze Zeit später wurde ein weiteres Exemplar gesichtet. Das Boot legte sich in die Zuglinie des Wales und wir ließen uns ins Wasser gleiten. |
Bootsanlandung der besonderen Art und Kameramitnahme |
Auch zur Bootsanlandung gab es eine bemerkenswerte Sonderheit. Am Ende der Rückfahrt gibt es eine Vorwarnung. Dann heißt es gut festhalten und das Boot fährt in gerade Linie und mit Höchstgeschwindigkeit auf den Strand. Die Motoren klappen dabei automatisch ein. Ein erheblicher Ruck und das Boot steht auf dem Strand. Schnell aussteigen ist jetzt angesagt, denn das Boot kommt sofort an den Haken und wird von einem Jeep weiter auf den Strand gezogen. Aus unserer Sicht können wir nur davon abraten, größere Kameras, eventuell auch noch mit Blitzgestänge u.a. mitzunehmen. Auf dem Boot gibt es keinen Platz dazu. Die extreme Belastung bei der Fahrt und der Anlandung ist doch sehr erheblich. Eine Spülbecken mit sauberem Wasser gibt es auf der Basis nicht. Das Boot wird nach der Rückkunft von Helfern entladen. Die Ausrüstung wird per Jeep zur Basis befördert und bereitgestellt. Das Spülen der Ausrüstung ist wegen des wenigen und unsauberen Wassers in den Spülbecken ein Problem. Eine Anmahnung in dieser Richtung hatte wenig Erfolg. Eine Ausweichmöglichkeit waren die Duschen, obwohl auch dort Wassermangel herrschte. Nach den Tauchgängen wurde eine Transportmöglichkeit zur Unterkunft angeboten, die wir nutzten. |
Besuch des Krüger Nationalparks |
Mit besten Erinnerungen nahmen wir Abschied von der Unterwasserwelt und von Tofo. Am Tag der Weiterfahrt holte uns Roy mit dem schon bekannten und beliebten Kleinbus zum Frühstück ab. Danach ging es nach Inhambane und weiter über die Grenze nach Südafrika. An einer Tankstelle wurde Roy von Henry, dem speziellen Führer von Mozambique Experience für den kommenden Bereich, abgelöst. Am späten Abend erreichten wir den Nationalpark und bezogen unsere Unterkunft in der Croc River Lodge, bei Kamatiport. Die erste Pirsch war mit Beginn der Dämmerung angesagt. Unser Kleinbus brachte uns in den Park und voller Erwartung stiegen wir auf einen hohen und offenen Geländewagen (Open-Vehicle, 6 Sitzreihen a 4 Personen), der von einem Park-Ranger gefahren wurde. |
Nach Beendigung der Pirschfahrt, und völlig durchgefroren, ging es mit unserem Kleinbus in die Lodge zum Abendessen und Übernachten. Die nächste Pirsch war für den nächsten Tag angesetzt. Sehr früh morgens ging es wieder zum Park. Eine lange Schlange von Privatfahrzeugen wartete auf Öffnung und Einlass. Wir hatten ein Sonderprivileg und konnten sofort Einfahren. Mit dem offenen Geländewagen begann erneut eine Pirschfahrt. |
An den Flussufern und zwischen Büschen ließen sich Wasserbüffel von Madenpickern pflegen. Adler saßen auf den Bäumen und ein Jungadler vor seinem Nest. .In den Seen suhlten sich Flusspferde und im Hintergrund lagen Krokodile, die auf Beute lauerten. |
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Wir hatten uns an diesem Morgen erheblich wärmer angezogen und mit aufgehender Sonne wurde es immer angenehmer. |
Die Pirschfahrt dauerte wiederum 3 Stunden. Als so genannte "Game Drive Pirsch" ging es danach mit unserem Kleinbus weiter in den Park hinein. Unterwegs überquerten Impala- und Zebraherden die Straße und bei einem Stopp stolzierte ein großer Giraffenbulle an den Fahrzeugen vorbei. Mittags erreichten wir unser Endziel für diesen Tag, das Santara Camp, ein Dorf mit 20 im Kreis angeordneten Hütten. Am späten Nachmittag ging es dann wieder auf eine Pirschfahrt von ca. 3 Stunden, wobei wir u.a. einen Elefanten an einem Wasserloch beobachteten. Nach einen faszinierenden Sonnenuntergang auf dem Rückweg zu Camp trafen wir uns zum letzten gemeinsamen Abendessen hinter einer unserer Hütten, diesmal in der Form eines traditionellen "Brai", mit riesigen Steaks, wobei Henry als Grillmeister und vorsorglicher Betreuer als besonders lobenswert genannt werden muss. |
In Johannesburg trennte sich die Gruppe. 2 Personen hatten im Anschluss die Protea Banks mit ihren vielen Haien gebucht und 2 Personen blieben noch einige Tage in Johannesburg. Ein Paar aus der Schweiz und wir traten den Heimflug an. Zusammenfassend muss gesagt werden: Es war ein erlebnisreicher Urlaub mit einer angenehmen Gruppe. |
Unsere Reiseagentur war das Unternehmen "Sun + Fan Diving in München", welches uns sachlich und gut betreute. Für weitere Infos stehen wir gerne per Email zur Verfügung. Kontaktaufnahme bitte über unseren Web-Master.
Kameras: Canon IXUS 400, Nikonos 3, Canon Lumix DMC-FZ 7
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