Tauchsafari rund um den Süd-Sinai Nach Internet-Recherche und Einholen von Infos auf der
Boot sichteten wir Anfang 2001 die Angebote für eine einwöchige Tauchsafari
am Süd-Sinai. Am meisten sprach uns die Tour der Ghazala I der Sinai Divers an. Diese
Safari lässt sich sowohl direkt bei der Tauchbasis als auch über diverse deutsche
Tauchreiseveranstalter buchen. Wir entschieden uns für das Komplettangebot von
Schöner Tauchen aus Bremen (preisgünstigstes Angebot, guter Eindruck). |
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| Der Landeanflug auf Sharm-el-Sheikh war einfach traumhaft. Quer über den Golf von Suez, mit einer Warteschleife über der Strasse von Tiran, hatten wir einen vielversprechenden Blick auf unsere zukünftigen Tauchspots. |
Parallel
zur Flugzeugtragfläche ist die Ostseite des Sinai zu erkennen. Die vier berühmten Riffe,
Jackson-, Woodhouse-, Thomas- und Gordon-Reef liegen mittig in der Strasse von Tiran. Im
Hintergrund ist schemenhaft die Westküste von Saudi- Arabien auszumachen. |
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Nach unserem ersten gemeinsamen Abendessen war ein
erstes Vorstellen und ein Briefing durch unseren Tauchguide angesagt. Hier stellte sich
heraus, dass wir, was die Vielzahl der Nationalitäten anging, ein bunt
zusammengewürfelter Haufen waren. Unser Kapitän war Engländer, der Diveguide war
Norwegerin, ein Ehepaar kam aus Kanada, drei österreichische, vier schweizerische und
vier deutsche Mittaucher/-innen und betreut wurden wir von vier ägyptischen
Crewmitgliedern. |
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Am nächsten Morgen machten wir in aller
Herrgottsfrühe unser Checktauchgang in der Nähe von Ras um Sid, dem Südkap der
Sinaihalbinsel. |
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Am
nächsten Tag stand dann unser erstes Wrack, die DUNRAVEN, auf dem Programm. Dieses
Wrack ist 82m lang, 10m breit und liegt kopfüber in 25m Tiefe. Am Riff ist es sehr
strömungsreich. Taucht man jedoch im Strömungsschatten bzw. im Wrack wird die Sicht
klarer und der Tauchgang ist weniger anstrengend. Imposant ragt das Heck mit der gut
erhaltenen Schiffsschraube und dem Steuerruder nach oben. Je nach Sonnenstand bietet
dieses Gebilde gerade im Gegenlicht für Fotografen ein einmaliges Motiv. Das gesamte
Wrack ist über und über mit den unterschiedlichsten Korallenarten bewachsen. |
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Auch für
die Wrack-Freaks ist gesorgt. Im Mittelteil kann der ehemalige Maschinenraum mit
Dampfkessel und Schornstein betaucht werden. Am beeindruckensten waren jedoch im Heck
tausende von Glasfischen. Man hatte das Gefühl in einer Fischsuppe zu schweben. |
Hier liegt
auf einem sonnendurchfluteten Plateau in einer Tiefe von 5m bis 14m das teilweise
erhaltene Wrack der SARAH H. Durch den günstigen Sonnenstand erstrahlte das Wrack
in seiner ganzen Farbenpracht. Riesige Gorgonien, Anemonen und unzählige Arten von
Weichkorallen haben das Wrack überzogen und machen es zu einem Augenschmaus. Mit der
Strömung haben wir uns dann an der Ostseite des Riffs entlanggleiten lassen, begleitet
von einer Barrakudaschule im Freiwasser. |
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Unsere
letzten zwei Tage auf See verbrachten wir in der Strasse von Tiran. Da wir die Nacht im
Strömungsschatten der Tiraninsel verbrachten, konnten wir am nächsten Morgen als erstes
Boot am Jackson-Reef festmachen und einen ungestörten ersten Tauchgang
durchführen. Das Jackson-Reef ist das nördlichste Riff der Riffkette, die quer durch die
Strasse von Tiran verläuft. Die Südseite ist gut zu betauchen. Taucht man aber an der
West- bzw. Ostseite in Richtung Norden, bläst einem eine ordentliche Strömung entgegen.
Bedingt durch diese konstante Strömung haben sich Weichkorallen und vor allem riesige
Gorgonienfächer entwickelt. Ein Anblick, der die Mühen des Strömungstauchgangs
vergessen lässt.
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Dies war jedoch nur bei unserem ersten Tauchgang so, denn als wir auftauchten hatten bereits mehrere Tagesboote am Riff festgemacht. Es war ein stetes Kommen und Gehen am Riff. Abenteuerliche Szenen spielten sich beim An- und Ablegen der Boote ab. Es grenzt an ein Wunder, dass nichts passiert ist. Gegen Mittag hatte die Zahl der Boote das Maximum erreicht. Wir zählten sechszehn Boote. Nachdem der größte Trubel vorbei war, machten wir zum Abschied noch einen ruhigen Tauchgang. Von Schildkröten natürlich keine Spur mehr, aber trotz allem ein Erlebnis, das man nicht missen möchte
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