|
Sinai, Sharm el Sheik
Mai 2002 Ein Bericht von Harald Meisner |
|
Mitte Mai war es dann soweit. Nach Vorabend-Check-In (empfiehlt sich auf jeden Fall) saßen wir zu halbwegs erträglicher Uhrzeit im Flieger Richtung Rotes Meer. Nach einem glatten Flug standen wir gut 5 Stunden später vor unserem Hotel, um zu erfahren, dass wir nicht im Hotel, sondern im gleichnamigen Ressort untergebracht waren. Eine gut informierte deutsche Mitreisende brachte erst mal gehörig Unruhe in die gesamte Gruppe der erwartungsvollen 5 Sterne-Urlauber. Das Ressort sei nur 3 Sterne laut irgendeinem Reiseprospekt. Sie hätte sich rechtzeitig informiert und beim Veranstalter reklamiert, worauf sie natürlich auf das Hotel umgebucht wurde. Tumultartig ging es dann zur Sache. Jeder wollte in sein gebuchtes 5 Sterne Hotel. |
|
Einige setzten dies
auch durch und mussten (wie wir später erfuhren) einige hundert Euro nachzahlen, die der
Veranstalter nicht erstattete - für nichts! Wir ließen uns erst mal ins Ressort
kutschieren, um uns vor Ort zu informieren. |
|
|
|
|
Das Hotel
hat eine sehr schönen Strand mit einem netten Hausriff, das über einen Steg zu erreichen
ist und zum Schnorcheln, aber sicher auch für ein paar Tauchgänge einiges zu bieten hat.
|
|
|
|
Am ersten Tag waren wir zu viert mit Guide allein auf einem Boot. Platz satt. Die ersten Tauchgänge fanden an den eher unspektakulären Plätzen statt. Trotzdem sehr schön. Direkt beim 2. Tauchgang stießen wir auf einen schlafenden Leopardenhai, der uns auch auf Tuchfühlung rankommen ließ. Am nächsten Tag ging es dann zum Ras Muhammad Nationalpark. Diesmal waren noch ein paar andere Taucher aus einem andern Hotel dabei, die wegen einer Horror-Strömungs-Abtreib-Rescue-Geschichte ein paar Tage ausgesetzt hatten. Sie gaben alles brühwarm zum Besten. Alles die Tauchguides schuld, meterhohe Wellen, Rettung mit dem Rescue Boot etc. Im nachhinein stellte sich raus, dass die Spezialisten zu weit um das Riff herumgetaucht sind, bis hin zum strömungsexponierten Außenriff. Wir hatten übrigens nicht einmal nennenswerte Strömung. |
|
Das Boot, die Galaxy
Sharm, war durchaus o.k., allerdings war die Crew nicht gerade auf Zack, oder sonderlich
hilfsbereit. Aber wir sind ja keine Anfänger. Unser weiblicher holländischer Tauchguide
war sehr auf Sicherheit bedacht. Die Briefings waren immer recht klar uns ausführlich.
Ras Muhammad ist alles in allem ganz nett. Schöne Riffe, steile Drop Offs. Typische
Riffe, die auch mal die Begegnung mit Großfischen erwarten lassen, wenn da nicht die
vielen Taucher wären. Alles in allem ziemlich übertaucht das Ganze und es war ja
eigentlich tote Hose. Ich möchte nicht wissen, was da abgeht, wenn es wirklich gut
besucht ist. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ganz wichtig: Auf keinen Fall am Strand leere Muschel- oder Schneckengehäuse einsammeln und mitnehmen. Auf der Busfahrt zum Flughafen erfuhren wir, dass die Ausfuhr von jeglichem toten Kalk dieser Art strengstens verboten ist und bis zu 1000 US $ kosten kann. Kurzfristig stand uns diesbezüglich die Panik in den Augen, zumal sich am Flughafen die Gepäckkontrolle mit der Kasse zum Abgreifen der ca. 1000 US $ direkt hinter dem Eingang befindet, ohne jegliche Chance, sich vorher von derlei gesammelten Dingen zu entledigen. Wir verzogen uns also nach Ankunft am Flughafen unauffällig hinter eine Blechwand, wo sich Massen von Korallenschutt, Muschel- und Schneckengehäusen auf dem Boden türmten. Hier waren wir richtig! In welchem Socken war nur welches Stück verstaut? Nachdem Ronald seinen sorgfältig gepackten Koffer schwitzend auf Links gedreht hatte und Dirk auch einige Dinge der meeresbiologischen Müllsammlung hinzugefügt hatte, gingen wir erleichtert durch die Gepäckkontrolle. Kurt hingegen wollte sich nicht von seinem 1 KG Stück Korallenschutt trennen und hatte mal wieder Recht. Fazit: |