Was waren das noch für Zeiten, als wir hier morgens um 6.00 Uhr los flogen und
nachmittags um 15 Uhr Ortszeit in Ägypten schon bei den Fischchen waren.
Jetzt ist alles anders: mit Verspätung geht´s in Düsseldorf los, eine Stunde später
Landung in München. Schlange stehen beim Aussteigen, durch die Gänge irren, am richtigen
Schalter Schlange stehen zum einchecken (dort haben 200 Leute immerhin 10 m Platz zwischen
Schalter und Duty Free Shop), vorher noch schnell zum Klo (vier Treppen runter in den
Keller, Schlange stehen mit den anderen 100 die auch müssen und warten, das eine von den
zwei Porzellanschüsseln frei wird), dann Schlange stehen beim Boarding und dann eine
Stunde im Flieger warten, bis das der Pilot erklärt, er habe die "Papiere"
vergessen und einer hätte sie im Büro holen müssen, das dann aber abgeschlossen gewesen
wäre, weshalb der Bote wieder zum Flieger zurück musste, um den Schlüssel zu holen,
aber jetzt sei ja alles wieder gut und man könne jetzt abheben
Schlau wie ich bin, saß ich am Notausstieg, der bei der Boeing aber anscheinend nicht
richtig dicht zu kriegen ist, so dass sich im Laufe des Fluges an Tür und Fenster
Eiskristalle bildeten. Bei diesen Kristallen muss es sich um einen höchst infektiösen
Virus handeln, denn gegen Ende des Fluges waren auch meine Unterschenkel davon befallen.
Glücklich in Marsa Alam gelandet (der Flughafen liegt 70 km südlich von El Quisier)
ging´s direkt mit dem Mini-Bus weiter Richtung Süden (150 km) an Marsa Alam vorbei (ab
hier endlich kein Handyempfang mehr) bis nach Hamata (Ras Qulan). Hamata ist eigentlich
kein Ort, lediglich Infrastruktur (Treibstofflager, Frischwasser etc.) für die hier
liegenden 7 Safari-Boote befindet sich an Land, hat aber noch aus englischen
Kolonialzeiten eine Art Damm, der sogar mit unserem Bus zu befahren war und sich
"Steg von Hamata" nennt. Dort sind wir dann in ein Zodiak umgestiegen, um zur
"Coral Princess" über zu setzen. An Bord sind wir vom Kapitän und von Wilma,
unserer holländischen Tauchführerin, herzlich in Empfang genommen worden.
|